Wer mit wem: Mobiles Bezahlen in Deutschland in der Übersicht

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Egal ob mit Wearable oder Smartwatch: Mobiles Bezahlen ist 2018 in Deutschland angekommen.
Egal ob mit Wearable oder Smartwatch: Mobiles Bezahlen ist 2018 in Deutschland angekommen.(© 2018 Fitbit)

Smartphones und Wearables werden zu Zahlungsmitteln: 2018 ist das Jahr, in dem mobiles Bezahlen Deutschland erreicht. Google Pay, Apple Pay, Fitbit Pay sowie Garmin Pay sind gestartet und die Sparkassen haben für ihre Kunden eine eigene Lösung entwickelt. Trotzdem ist mobiles Bezahlen in Deutschland immer noch ein Flickenteppich. Bei welcher Bank ihr ein Konto oder eine Kreditkarte haben müsst, um die verschiedenen Dienste nutzen zu können, erfahrt ihr hier.

In der Regel funktionieren die mobilen Bezahldienste gleich: In einer App hinterlegt man die Daten seiner Kreditkarte – und momentan nur bei einem Anbieter auch die eines Girokontos. Nach Zählung der Sparkassen sind bereits rund 600.000 der ca. 817.000 Bezahlterminals in deutschen Geschäften mit einer NFC-Schnittstelle ausgestattet und damit theoretisch für das drahtlose mobile Bezahlen mit Smartphones oder Wearables bereit.

Über folgende Links springt Ihr direkt zu den unterschiedlichen Diensten:

Apple Pay

Mitte Dezember 2018 ist mit Apple Pay der letzte große mobile Bezahldienst in Deutschland gestartet. Mit dem Dienst kann man nicht nur in Ladengeschäften, sondern in iOS-Apps und online bei zahlreichen Shops zahlen – zumindest, wenn man den Safari-Browser von Apple benutzt. Apple hat es in kurzer Zeit geschafft das mobile Bezahlsystem in Deutschland anzubieten, das die meisten Kooperationspartner hat – außer man zählt bei den Sparkassen und den Volks- und Raiffeisenbanken jede lokale Gliederung einzeln.

Kooperationspartner: Übersicht bei Apple

  • Boon
  • Bunq
  • Comdirect
  • Deutsche Bank
  • Fidor Bank
  • Hansesatic Bank
  • HypoVereinsbank
  • N26
  • o2 Banking
  • Ticket Restaurant Edenred
  • Vim Pay

2019 sollen weitere Geldinstitute und Anbieter dazu kommen:

  • Consors Bank
  • Consors Finanz
  • Crosscard
  • DKB
  • Fleetmoney
  • ING
  • Revolut
  • Sodexo
  • Viabuy

Apple Pay unterstützt American-Express-, Maestro-, Mastercard- und Visa-Karten. Aus der Übersichtsseite von Apple geht allerdings nicht hervor, ob sich alle Karten der aufgeführten Banken nutzen lassen oder ob es Einschränkungen gibt.

Hardware

Apple Pay funktioniert auf allen iPhones mit einem NFC-Chip, der seit dem iPhone 6 in den Smartphones steckt, und der Apple Watch. Der Bezahldienst funktioniert aber nicht nur in Geschäften, sondern auch wenn ihr in einer App etwas kauft. Darüber hinaus hat Apple ihn in den Safari-Browser integriert, sodass man auch auf dem iPad oder den MacBooks mit Touch ID mit Apple Pay bezahlen kann.

Google Pay

Google Pay startete im Juni 2018 mit vier Kooperationspartnern. Denen schnell weitere folgten. Neuester Kooperationspartner ist PayPal. Über diesen Umweg lässt sich der Dienst mit einem Girokonto und ohne Kreditkarte nutzen.

Kooperationspartner: Übersicht bei Google (Details zu den jeweils unterstützen Kreditkarten)

  • Boon (Mastercard)
  • Comdirect (Visa)
  • Commerzbank (Mastercard / Visa)
  • N26 (Mastercard)
  • BW-Bank (Mastercard / Visa)
  • PayPal
  • Revolut (Mastercard)
  • Vim Pay

Hardware

Google Pay funktioniert auf allen Android-Smartphones, die über einen NFC-Chip verfügen, und auf denen mindestens Android 5.0 Lollipop als Betriebssystem läuft. Darüber hinaus kann man Google Pay mit Smartwatches nutzen, auf denen Wear OS läuft, und in denen ein NFC-Chip steckt.

Mit der Smartwatch am Handgelenk kann mit mit Fitbit Pay, Garmin Pay oder Google Pay bezahlen.(© 2018 Fitbit)

Fitbit Pay

Fitbit Pay startete Mitte August 2018 in Deutschland mit der BW-Bank der Landesbank Baden-Württemberg und Boon von Wirecard als erste Kooperationspartner. Während die BW-Bank lokal auf den Südwesten Deutschland beschränkt ist, kann man sich mit jedem Girokonto oder jeder Kreditkarte eine virtuelle Prepaid-Kreditkarte bei Boon holen und mit dieser Fitbit Pay nutzen.

Kooperationspartner: Übersicht bei Fitbit

  • BW-Bank (Visa / Mercedescard)
  • Boon

Hardware

Garmin Pay

Obwohl es Apple Pay und Google Pay in anderen Ländern schon länger gibt, war Garmin Pay im Juni 2018 der erste Dienst für mobiles Bezahlen in Deutschland. Er setzt kein Smartphone voraus, funktioniert stattdessen auf aktuell sieben Wearables von Garmin, in denen ein NFC-Chip steckt. Um den Dienst nutzen zu können, benötigt ihr eine virtuelle Prepaid-Kreditkarte von VIMPay oder Boon, die sich wiederum mit jedem Girokonto oder einer anderen Kreditkarte aufladen lassen.

Kooperationspartner: Übersicht bei Garmin

  • VIMPay
  • Boon

Hardware

Sparkasse: Mobiles Bezahlen

Die deutschen Sparkassen kooperieren weder mit Google noch mit Apple oder einem anderen Anbieter, sondern haben mit der App "Mobiles Bezahlen" ihre eigene Lösung für das Bezahlen mit dem Smartphone entwickelt. Da Apple eine für die Sicherheit nötige Schnittstelle in iOS nicht freigibt, steht "Mobiles Bezahlen" nur für Android zum Download bereit. Die App ist bisher der einzige Dienst für mobiles Bezahlen in Deutschland, bei dem man keine Kreditkarte benötigt, sondern direkt ein Girokonto zum Abbuchen hinterlegen kann.

Kooperationspartner: Übersicht bei Sparkasse.de

Zum Start im Juli 2018 waren nach eigenen Angaben bereits 300 Sparkassen beteiligt. Bis Ende 2018 sollten alle 390 Sparkassen aus Deutschland an das System angeschlossen sein.

Hardware

"Mobiles Bezahlen" der Sparkassen funktioniert auf allen Android-Smartphones, die über einen NFC-Chip verfügen, und auf denen mindestens Android 5.0 Lollipop als Betriebssystem läuft.

Google Pay, "Mobiles Bezahlen" von den Sparkassen und Apple Pay funktionieren auf dem Smartphone.(© 2018 Shutterstock / Pressmaster)

Volksbanken: Digitale Karte

Wie die Sparkassen arbeiten die Volksbanken und Raiffeisenbanken an einer eigenen Lösung für das Bezahlen mit dem Smartphone. Seit Ende 2017 laufen die Test der App "Digitale Karte" in kleinerem Rahmen. Die Planungen sahen eine bundesweite Einführung im August 2018 vor. Bisher gibt es die App nur für Android, da die Integration unter iOS nach Angaben der Volksbanken und Raiffeisenbanken eine Einbindung von Apple Pay erfordert und dies in Deutschland noch nicht verfügbar ist. Zudem wären damit "technische und insbesondere wirtschaftliche Herausforderungen" verbunden. Android-Nutzer können aber sowohl ihr Girokonto als auch ihre Kreditkarte in die App einbinden.

Kooperationspartner: Übersicht bei den Volksbanken

Im Mai 2018 haben die Volksbanken und Raiffeisenbanken den Kreis der testenden Banken erweitert und im August 2018 die bundesweite Einführung gestartet. Bis Dezember 2019 sollen alle 972 der Genossenschaftsbanken die "Digitale Karte" anbieten. Den jeweils aktuellen Stand der Teilnehmenden Volks- und Raiffeisenbanken findet ihr hier.

Hardware

Die "Digitale Karte" der Volksbanken funktioniert auf allen Android-Smartphones, die über einen NFC-Chip verfügen, und auf denen mindestens Android 4.4 KitKat als Betriebssystem läuft.

Payback Pay

Sowohl unter Android und iOS und mit einem hinterlegten Girokonto lässt sich über Payback Pay mit dem Smartphone bezahlen. Hier spielt zwar das Geldinstitut keine Rolle, dafür ist die Auswahl der Geschäfte in denen man bezahlen kann eingeschränkt. Dafür sammelt man beim Bezahlen direkt die Payback Punkte.

Kooperationspartner: Übersicht bei Payback

  • Alnatura
  • Aral
  • dm
  • Galeria Kaufhof
  • Penny
  • Real
  • Rewe
  • Thalia.de
  • TeeGschwendner
  • Ticket Restaurant Edenred
  • Vim Pay

Hardware

Payback Pay funktioniert auf allen Android-Smartphones auf denen mindestens Android 4.4 KitKat als Betriebssystem läuft. Ein NFC-Chip ist nur für die Zahlung bei Aral nötig. Bei den anderen Geschäften wird ein QR-Code auf dem Bildschirm abgescannt. Falls ihr ein iPhone habt, muss auf diesem mindestens iOS 10 installiert sein.

(Noch) Nicht in Deutschland verfügbar

Mit Samsung, LG und Huawei haben drei Smartphone-Hersteller eigene Bezahldienste. Samsung Pay ist dabei am weitesten fortgeschritten und hat z.B. in der Schweiz bereits Kooperationspartner gefunden, ist in Deutschland aber noch nicht gestartet. Huawei Pay wird in China bereits viel genutzt, hat den Sprung nach Europa aber noch nicht geschafft und LG Pay lässt sich bisher nur in Südkorea nutzen.

Der chinesische Bezahldienst AliPay ist zwar teilweise in Deutschland verfügbar, allerdings nur an Flughäfen und anderen Orten mit vielen Touristen, da ihn größtenteils chinesische Touristen nutzen, da ein Konto in China für ihn nötig ist.


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