Google Play Store durch verschärfte Richtlinien deutlich sicherer

Google Play Protect sucht auf eurem Smartphone nach gefährlichen Apps
Google Play Protect sucht auf eurem Smartphone nach gefährlichen Apps(© 2017 Google)

Der Google Play Store soll eine sichere Anlaufstelle für alle Android-Nutzer sein. Um diesem Anspruch noch besser gerecht zu werden, hat Google 2018 neue Richtlinien eingeführt. Diese haben offenbar zum Schutz der Nutzer beigetragen.

Wie Google in einem Blog-Post an Entwickler schreibt, habe das Unternehmen 2018 deutlich mehr neu eingereichte Apps abgelehnt als in der Vergangenheit. Die Anzahl abgelehnter Anwendungen sei um 55 Prozent gestiegen. Außerdem habe man 66 Prozent mehr Apps vorübergehend aus dem Google Play Store entfernt. Ausschlaggebend dafür seien aber nicht allein die verschärften Richtlinien gewesen. Auch Investitionen in automatisierte Schutzprogramme und die Überwachung durch Mitarbeiter hätten eine entscheidende Rolle gespielt.

Google Play Protect identifiziert gefährliche Apps

Das "Google Play Protect"-System scanne inzwischen über 50 Millionen Apps – und zwar auf den Geräten der Nutzer. Das soll sicherstellen, dass sich auf den Android-Smartphones und -Tablets keine Anwendungen befinden, die in irgendeiner Art eine Gefahr darstellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine App aus dem Google Play Store Schaden anrichtet, sei aufgrund der Schutzmaßnahmen achtmal niedriger als bei Android-Anwendungen aus anderen Quellen.

Google Play Protect scannt euer Smartphone(© 2017 Android / Google)

Maßnahmen zum Datenschutz

Einige Bereiche standen 2018 offenbar besonders im Fokus von Google und sollen weiterhin Priorität genießen. Dazu zähle unter anderem der Datenschutz. Die Privatsphäre der Nutzer und der verantwortliche Umgang mit ihren Daten sei ein kritischer Erfolgsfaktor, um Vertrauen zu gewinnen. Deswegen habe man Entwickler seit Langem dazu angehalten, sich bei den geforderten App-Berechtigungen auf das Notwendigste zu beschränken.

Darüber hinaus fordere man die Entwickler inzwischen dazu auf, den Nutzern genau zu erklären, welche Daten ihre Apps erfassen und wofür diese verwendet werden. Allein 2018 habe Google Zehntausende Anwendungen abgelehnt oder entfernt, weil diese nicht mit den Datenschutzrichtlinien des Google Play Store im Einklang standen. Unter anderem gibt es seit 2018 eine Richtlinie, die den Zugriff auf den SMS- und Anrufverlauf nur in Ausnahmefällen erlaubt.

Google macht es dubiosen Entwicklern schwer

Google zufolge seien 80 Prozent der schweren Richtlinienverstöße auf Wiederholungstäter zurückzuführen. Wenn das Unternehmen diese Entwickler sperrt, eröffnen sie dem Blog-Post zufolge einfach neue Accounts oder beschaffen sich die notwendigen Zugangsdaten auf dem Schwarzmarkt. Dadurch sei es ihnen theoretisch möglich, ihre Programme wieder im Google Play Store anzubieten. Mithilfe neuer Account-Matching-Technologien und händischer Überprüfung mache es Google den schwarzen Schafen aber enorm schwer. In vielen Fällen blockt das Unternehmen deren Apps offenbar bereits, bevor diese an die Öffentlichkeit gelangen.

Insgesamt setze sich Google mit Hunderttausenden Apps auseinander, die entweder andere Anwendungen nachahmen, unangemessene Inhalte enthalten oder auf andere Weise potenziell gefährlich sind. Dabei setze das Unternehmen zum einen auf maschinelles Lernen sowie statische und dynamische Analysen. Andererseits versuche man aber auch, das Feedback der Nutzer heranzuziehen und Apps durch Mitarbeiter überprüfen zu lassen.


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